TuS Ramsen - SV Katzweiler 3:4 (0:2)

Am 7. Spieltag traf der SV Katzweiler auf den TuS Ramsen. Auf einem wunderbaren Rasenplatz lieferten beide Teams bei tropischen Temperaturen einen offenen Schlagabtausch und zeigten den Zuschauern ein echtes Spektakel.

Die Gastgeber hatten zu Beginn des Spiels die erste Halbchance durch Alexander Brechner, der während seiner Jugendzeit unter anderem für den FSV Mainz 05 am Ball war. Katzweiler war direkt bissig in den Zweikämpfen und gewann die entscheidenden Duelle. Nach Ballgewinn versuchten die in schwarz gekleideten Lautertaler schnell zu kontern. Bereits in der 9. Minute gelang das erfolgreich. Julian Schmitt spielte einen Steilpass in den Lauf von Schneider, der sich gegen Zimmer durchsetzte und von der Grundlinie in den Rücken der Verteidigung ablegte. Aljoscha Schmitt stand vollkommen frei, nahm den Ball in aller Seelenruhe an und jagte ihn schließlich aus kurzer Distanz ins Netz. Die Hausherren wurden in der Folge ein wenig aktiver, doch die Abwehr um Schröder und Brendel stand sicher. Falls Ramsen es doch zum Abschluss schaffte, war Edgard Bader ein sicherer Rückhalt. Der SVK blieb weiterhin gefährlich, wenn es schnell über die Außenbahn nach vorne ging, zudem schaffte die Offensive durch situative Positionswechsel mehr Variabilität als in den vergangenen Spielen. Nach diesem Prinzip fiel auch das 0:2. Marco Weißmann ließ sich fallen und schaffte so den Raum für Schneider. Dann war es auch noch Weißmann der Schneider hervorragend in den freien Raum bediente. TuS-Keeper Rödel und Schneider gingen im Sprint auf den Ball zu, doch Schneider hatte die besseren Karten, legte die Kugel mit dem ersten Kontakt am Torwart vorbei und schob überlegt ein (30.). Noch vor der Pause hatte Katzweiler sogar die Gelegenheit auf 0:3 zu erhöhen. Bopp setzte sich Außen durch, sein Abspiel erfolgte knapp vor das Tor und wurde von keinem Mitspieler erreicht. Leider übersah Bopp nach der starken Aktion die zwei im Rücken der Abwehr postierten SVK-Akteure. Mit dem zwei Tore Vorsprung ging es dann in die Halbzeit.

Der SV Katzweiler war darauf eingestellt, dass Ramsen in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs nochmals das Tempo erhöhen würde, um das Ergebnis noch zu drehen. Die ersten Torannäherungen hatte der TuS. Jedoch schaffte es Katzweiler am Samstag das zu machen was in den ersten 6 Saisonspielen meist der Gegner machte. Mit dem ersten Abschluss im zweiten Druchgang konnte die Lautertal-Elf den nächsten Treffer erzielen. Aljoscha Schmitt steckte den Ball für Schneider durch, dieser ließ Tessie und Gemünd stehen und gewann erneut das Duell gegen Torhüter Rödel (49.) Endlich schaffte es Katzweiler eine wesentlich bessere Quote bei der Chancenverwertung zu erzielen. Doch nur fünf Minuten später konnte Ramsen den Anschlusstreffer erzielen. Einen Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Luprian quer vor das Tor. Brendel verlor Theis aus den Augen und der konnte unbedrängt einköpfen (54.). Nach dem Treffer der TuS wurde das Spiel zerfahrener, häufig wurde der Spielfluss durch kleine Fouls im Mittelfeld unterbrochen. Katzweiler konnte nicht mehr so häufig kontern, dennoch waren noch Chancen vorhanden, um die Entscheidung zu erzielen. Erst verpasste es Schneider seinen dritten Treffer zu erzielen, im Anschluss war Bopp der Leidtragende, der aus kurzer Distanz weit über den Kasten schoss. Es war fast schon vorherzusehen, dass sich das rächen sollte. Es folgte der Auftritt von Jan Zimmer, der als Innenverteidiger spielte, aber dennoch der beste Offensivspieler der Ramsener war. Eine mustergültige Flanke von Brechner beförderte er per toller Direktabnahme ins Tor und verkürzte auf 2:3 (84.). Direkt mit der nächsten Aktion stand der SVK plötzlich am Tiefpunkt des Spiels. Schröder spielte im Aufbauspiel zunächst einen Fehlpass. Sein Versuch den Fehler wieder auszubügeln endete mit einem Elfmeterpfiff des Schiedsrichters Tobias Binder (Anmerkung der Redaktion: Der Schiedsrichter gehörte trotz des Elfmeterpfiffs zum besten was in den letzten Jahren ein Spiel des SVK geleitet hat. Souveränes Auftreten, klasse Spielleitung, guter Umgangston, Chapeau!). Jan Zimmer trat an und erzielte den viel umjubelten Ausgleich (86.). Die Mannschaft aus Ramsen war moralisch nun im Vorteil und man konnte ahnen, dass die letzten Minuten wahnsinnig schwer werden würden. Die Mannschaft des SVK machte bis zur 84. Minute vieles richtig, was in den ersten Spielen schief lief, hätte bei diesem Spielstand letztlich trotzdem als gefühlter Verlierer da gestanden. Direkt im Anschluss an den Ausgleich kam Edgard Bader noch in den Genuss spielentscheidend einzugreifen. Nach einem Diagonalball gewann Luprian den Zweikampf gegen Brendel und lief unbedrängt in Richtung des Gehäuses von Bader. Der machte sich jedoch ganz groß, verkürzte geschickt und zwang Luprian zu einer technischen Unsauberkeit. Den etwas zu weit vorgelegten Ball fischte Bader mit vollem Einsatz von dessen Fuß. 

Das Trainer-Duo Gauch und Hager hatte noch ein Ass im Ärmel und wechselte in der 89. Minute Manuel Weißmann ein. Mit der Frage "Wie lange hab ich noch Zeit ein Tor zu machen?" erfolgte die Einwechselung. Die Realität war, dass er nicht mal zwei Minuten benötigte und mit seiner ersten Aktion den entscheidenden Treffer zum Auswärtssieg erzielen sollte. Schneider drehte sich im Mittelfeld nach vorne, Manuel Weißmann setzte zum Sprint an und bekam den Ball von Schneider mustergültig in den Lauf gespielt. Weißmann ließ Gegenspieler Tessie einfach an sich abprallen und ließ dem Torwart mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance (90.+1). Glückliches Händchen der beiden Trainer kurz vor Schluss den Matchwinner einzuwechseln. Die letzten Minuten der Nachspielzeit brachte die Mannschaft schadlos über die Runden.

Auf den ausgelassenen Jubel folgte eine Erleichterung die jedem einzelnen Katzweilerer anzusehen war. Der SVK gewann das Spiel mit Überzeugung, Leidenschaft und Teamgeist. Am nächsten Wochenende gastiert der SV Otterberg zum Kerwespiel in Katzweiler. Anpfiff ist am Samstag um 17 Uhr.

 

Aufstellung: 1 Edgard Bader - 5 Dennis Förster, 4 Stefan Brendel, 2 Sandro Schröder, 6 Robin Kohlmayer - 8 Janek Wilking - 3 Julian Schmitt, 10 Aljoscha Schmitt - 7 Florian Bopp (82. Marcel Schönborn), 9 Marco Weißmann (89. Manuel Weißmann), 11 Mike Schneider (90.+4 Martin Lanzer) 

Spielfilm: 0:1 Aljoscha Schmitt (9.), 0:2 Mike Schneider (28.), 0:3 Mike Schneider (49.), 1:3 Dustin Theis (54.), 2:3 Jan Zimmer (84.), 3:3 Jan Zimmer (86.), 3:4 Manuel Weißmann (90.+1)

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